Berlin-Inline-Marathon 2012 - Claudia Maria Henneken ist in der Elite angekommen

Claudia Maria Henneken, die Jugendwartin des Speed Skating Club Kölner Roll-Möpse 1998 e.V., ist sportlich besser denn je. Daran gibt es nach dem Berliner Inline-Marathon 2012 keinen Zweifel mehr. Nachdem die 27jährige schon in den beiden Vorjahren mit der Spitzengruppe der Elite-Skaterinnen ins Ziel gekommen war und nach Zielsprint jeweils den 20. Platz belegte, konnte sie sich in diesem Jahr beim größten Inline-Marathon der Welt sogar noch um vier Plätze auf Rang 16 verbessern.

„Natürlich bin ich total stolz auf diese Leistung“, sagte Claudia Maria nach dem Rennen, „aber wenn ich den Rennverlauf analysiere, dann hätte ich im Finish sogar noch etwas besser abschneiden können. Auf den 42-Renn-Kilometern habe ich viel zu oft die Führungsarbeit übernommen. Dadurch fehlte mir am Ende für einen noch dynamischeren Sprint etwas die Kraft.“ Letztlich hatte Claudia Maria Henneken, die im Trikot des Teams „Golze Girls“ gestartet war, im Ziel jedoch nur einen Rückstand von drei Sekunden auf die Siegerin Sabine Berg aus Gera und die Zweitplatzierte Jana Gegner aus Berlin. Immerhin konnte Claudia Maria Henneken vier Weltklasse-Gegnerinnen, die vom Veranstalter im Vorfeld des Rennens auf eine der Top-Ten-Positionen gesetzt worden waren, hinter sich lassen. Zwischen Start und Ziel skatete die Spitzengruppe der Frauen in Berlin durchschnittlich 34,49 km/h schnell. Nun freut sich Maria auf den Start beim Kölner Inline-Marathon am 14. Oktober.

Dem guten Beispiel folgten beim Berliner Inline-Marathon 2012 die anderen Mitglieder des SSC Kölner Roll-Möpse wohl auch deshalb, weil sie ihre gute Form Friedhelm Schmied, dem Vorsitzenden des Klubs, der eigens für das Inline-Skater-Rennen „mal schnell als Zuschauer“ nach Berlin gekommen war, zeigen wollten.

Die 21jährige Lena Haucke, die vor fast genau zehn Jahren in unserem Club mit Inline-Skaten begonnen hat, steigerte sich auf eine persönliche Bestzeit von 1:26:15 Stunden (= 29,09 km/h). In der Aktivenklasse der Herren schrammte Paul Trzos mit 1:24:13 Stunden nur knapp an der Schallmauer von 30 km/h vorbei. Voll zufrieden war auch der 66jährige Hanspeter Detmer, der im Juli das Skater-Training schon eingestellt hatte, um sich als Läufer auf den Berlin-Marathon vorzubereiten. Eine Achillessehnenreizung aber stoppte das Lauftraining. So entschied sich Detmer relativ kurzfristig, nach vier Jahren Berlin-Pause doch noch einmal in der deutschen Hauptstadt zu skaten und überraschte sich selber mit einer Zeit von 1:28:20 (=28,53 km/h).

Marion Althoff (AK50) konnte mit ihren 1:34:59 Stunden eben so zufrieden sein wie Astrid Baum, die sich als reine Fitness-Skaterin über ihre beachtliche Zeit von 1:44:23 Stunden freute. Ohne korrekte Zeitmessung blieb Barbara Scholz. In ihrem Fall liegt ganz offensichtlich eine Chip-Verwechslung vor. Schade, dass unser B-Junior Robert Woermann wegen Erkrankung seine Marathonpremiere verpasste. Ein altersgleicher Konkurrent, den Robert in den Rennen des Westdeutschen Speedskating Cup regelmäßig distanziert, benötigte in Berlin auf der 42-km-Distanz nur 1:17 Stunden. Nun wünschen wir Robert eine schnelle Genesung, damit er am 14. Oktober in Köln zeigt, was er eigentlich kann.