Drei Kölner Roll-Möpse stimmen mit dem Bürger Frosch überein

Drei Kölner Roll-MöpseErik Sünder, dessen DRIV-Lizenz inzwischen allerdings auf die BSG Justitia Frankfurt/Oder ausgestellt ist; der wie Erik ebenfalls aus Berlin angereiste Rainer Thamm sowie Hanspeter Detmer – waren in Leipzig am Start. Wenn der Rennverlauf vom Start weg geordnet und fair verlief, obwohl es nach ca. 0,8 km einen Engpass zu durchfahren galt, so ist dies sicherlich auf die konsequente Blockeinteilung entsprechend der DRIV-Wettkampfordnung – zuerst der Block der lizenzierten Herren, zwei Minuten dahinter der Block der lizenzierten Damen, schließlich der Jederfrau/mann-Block – zurückzuführen.

Erik mischte vom Start weg in der Spitzengruppe mit bis es auf der Prager Straße kurz vor dem Völkerschlachtdenkmal eine Eisenbahnbrücke zu überwinden galt. Oh, diese Berge…! Prompt fiel Erik zurück. Am Ende musste er sich in der unter den gegebenen Witterungsbedingungen jedoch noch guten Zeit von 42:27 Minuten mit Rang 27 zufrieden geben. Sieger des Rennens wurde der A-Junior Tobias aus Gera in 37:44 Minuten, gefolgt von 21 Skatern, die auch noch zu dieser Spitzengruppe gehörten. Bei den Damen gewann unter 179 Finishern Lisa Kaluzni vom Großenhainer Rollsportverein in 42:05 Minuten.

Die Blocktrennung ist sicherlich sinnvoll, weil sie die Rennen vor allem in der Anfangsphase sicherer macht. Je kleiner die Blöcke, desto größer ist jedoch die Gefahr, dass vor allem Skater aus den Altersklassen zurückfallen und dann keine Züge mehr finden, in die sie sich einordnen können. So wird für sie dann ein Massenstartrennen später zum Einzelzeitfahren. Rainer Thamm und Hanspeter Detmer konnten in Leipzig davon ein garstig' Lied singen. Zunächst trösteten sie sich gegenseitig. Dann riss bei Rainer, die die Folgen seiner Verletzung nach dem letztjährigen Köln-Marathon immer noch etwas spürt, der Film – und jeder stand für sich alleine auf der Piste. Hanspeter kam schließlich unter 302 Finishern als 71. und Vierter seiner AK60 in netto 49:14 Minuten ins Ziel. Rainer belegte nach 49:53 Minuten Platz 88. in der Gesamtwertung und Rang 25 in der AK40.   

Fazit des Speedskating-Halbmarathons in Leipzig: Dieses Rennen sollte zukünftig mehr als nur lokale und regionale Beachtung finden. Und vielleicht gelingt es den Organisatoren ja auch noch, das Renngeschehen auf die volle Marathondistanz auszuweiten. Die Attraktivität würde sicherlich noch zunehmen, zumal es ja nicht jedes Jahr so lausig kalt sein wird, wie das an diesem Sonntag der Fall war.

Da man beim Speedskaten in der Regel kaum die Chance hat, sich die Rennumgebung anzuschauen, ging Hanspeter schließlich auch noch an den Start des Läufer-Halbmarathons. Zwei Stunden, sieben Minuten und 40 Sekunden nahm er sich nun Zeit, die entlang der Rennstrecke z.T. prächtigen Häuserfassaden zu bewundern. Seitdem kann er der Feststellung des Bürger Frosch nicht widersprechen.