Drei Skaterinnen des SSC Köln kamen aufs Treppchen, aber Beethoven bleibt in Bonn

Bonn Marathon: Silke (l.), Claudia Maria (m.), Maria (r.)Bonn Marathon: Silke (l.), Claudia Maria (m.), Maria (r.)Drei Vereinskameradinnen des Speed Skating Club Köln gemeinsam auf dem Siegertreppchen - das hat es noch nie gegeben. Beim Inline-Halbmarathon im Rahmen des Bonner Marathon-Sonntags siegte Claudia Maria Henneken vor der zeitgleichen Silke Röhr (startete mit der auf die Speedskater Düsseldorf ausgestellten DRIV-Lizenz) und der drittplatzierten Maria Eggert. Für die Sportwartin und Jugendtrainerin des SSC Köln war es zugleich der 7. Sieg in Bonn seit 2011. Die obligatorische Siegestrophäe, eine Beethoven-Büste, gab Claudia Maria jedoch sogleich an Silke Röhr weiter, die zum drittenmal mit Platz zwei zufrieden sein musste, obwohl sie sich doch so sehnlich den Gewinn der Beethoven-Büste gewünscht hatte. Schließlich arbeitet Silke in Bonn. Nun kann sie dank des Geschenks ihr Büro doch endlich mit einem Beethoven schmücken.

Der bloße Blick auf die Finisherzeiten ließ Böses ahnen. Claudia Maria und Silke waren fast 10 Minuten langsamer als in den letzten Jahren. Was sich jedoch zunächst mit dem Hinweis auf das Wetter erklären ließ. Bis kurz vor dem Start hatte es heftig geregnet. Der nasse Asphalt war vorallem beim zweimaligen Überqueren des Rheins ein Problem.
Doch letztlich war die Unaufmerksamkeit eines Streckenpostens, dessen ganze Konzentration seinem Smartphone galt, der Grund für die ungewöhnliche Zeitzugabe der beiden schnellsten Damen. Maria EggertMaria EggertMit der Untätigkeit des Ordner ist zu erklären, dass die Damen eine Zeit lang vom rechten Weg abkamen.
Auch die Drittplatzierte Maria Eggert kam nicht ungeschoren davon. Ein durch die Nässe spiegelglattes Basaltpflasterstück bei ausgerechnet km13 wurde ihr wie nahezu allen anderen in ihrer Windschattengruppe zum Sturz-Verhängnis. Doch trotz Nässe und Sturz war sie am Ende nicht nur 15 Sekunden schneller als 2017, sondern konnte sich auch noch vom 13. Vorjahresplatz auf Rang 3 in diesem Jahr besser.

Von den Männern des SSC Köln nahm nur Christoph Röhr den Kampf mit den Wetter bedingt widrigen Straßenverhältnissen auf. Acht Kilometer lang bis zur zweiten Rheinüberquerung hielt Christoph Anschluß an die Favoriten Sören Lindner, Jan Struwe und Markus Pape. Da aber setzte sich das Trio ab und Christoph hatte ein 13 km langes Einzelzeitfahren vor sich. Das Siegertrio erreichte 2 1/2 Minuten vor Christoph das Ziel. Vor seinem nächsten Verfolger wiederum hatte Christoph einen Vorsprung zwei Minuten. Mehr Alleinstellungsmerkmal war nicht drin...

Der SSC Köln will 2018 in Köln eine Inline-Skatingbahn bauen. Ein langjähriger Mietvertrag wurde bereits zwischen dem Sportamt der Stadt Köln und dem SSC Köln für eine Fläche innerhalb der Bezirkssportanlage Scheibenstraße (gegenüber der Galopprennbahn) unterzeichnet.
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