Inline-Day in Kerpen – und wieder siegte Claudia Maria Henneken

Inline-Day in Kerpen – Team DamenInline-Day in Kerpen – Team DamenCadett Robert Woermann mit 30 km/h „nur“ auf Platz 3

Der letzte Kreisverkehr war umrundet. Noch 300 Meter bis zum Ziel; noch machten sich Silke Röhr und Karolina Kierzkowski Hoffnungen auf den Spitzenplatz. Doch dann trat Claudia Maria Henneken an. Blitzschnell hatte sie im Mittelstreckenrennen (21630 Meter) beim 5. Kerpener Inline-Day das Führungstrio gesprengt. Die Entscheidung war gefallen. Zumindest in NRW ist Claudia Maria Henneken derzeit nicht zu schlagen.

Auf den bemerkenswerten 11. Platz kam Lena Haucke, die mit der 2. Verfolgergruppe das Ziel erreichte und in der Altersklasse der Aktiven bei diesem Rennen der WSC-Wertung den 3. Platz belegte. Karl Scholzen, bei dem Lena vor acht Jahren das Inline Skaten begonnen hatte, war begeistert: „Einfach toll!“ Ines von Loudon belegte Platz 20; Barbara Scholz kam auf Platz 27.
Zuvor war dieses Quartett Henneken, Haucke, von Loudon, Scholz in der NRW-Landesmeisterschaft im Teamzeitfahren bereits auf Platz zwei gefahren hinter den in diesem Rennen nicht zu schlagenden Speedskaterinnen aus Düsseldorf.

Bei den Herren wurde im Einzelrennen Jens Kaiser schmerzlich vermisst, hatte er doch vor Wochenfrist beim Rennen um den „Finanzplatz Frankfurt“ in einem sehr schweren 42km-Rennen nach 1:21:24 Stunden in der stark besetzten Fitness-Klasse den 2. Platz in der Gesamtwertung und den 1. Platz in der AK40 den ersten Platz belegt.
So musste in Kerpen Oliver Balgheim mit seinem 22. Platz in der Gesamtwertung – die erste Verfolgergruppe hatte am Ende 1:03 Minuten Abstand hinter den siegreichen Oliver Engel und Michael Puderbach – für den SSC Kölner Roll-Möpse die Kohlen aus dem Feuer holen. Bernd Fahr wurde 39. in der Gesamt- und Zweiter in der AK50-Wertung. Ein nach eigener Aussage nach Hausbau und „Babypause“ noch konditionsschwacher Marc Zacher belegte den 43. Platz.

„Jetzt weiß ich, dass da noch ne Menge drin ist“, meinte Paul Trzos als 60. der Gesamtwertung und stellte sogleich fest: „Das Dienstagstraining auf der Bahn unter Leitung von Marc Zacher hilft mir in meiner technischen Entwicklung sicherlich weiter“. Unzufrieden war in der AK60 Hanspeter Detmer mit seiner Zeit. Nachdem er den Anschluss an seine Windschattengruppe verloren hatte, bestritt er die zweite Rennhälfte (11km) quasi als Einzelzeitfahren.
Auch bei den Herren hatte es vor dem Einzelrennen das Teamzeitfahren gegeben. In der Landesmeister-Wertung waren die Kölner Roll-Möpse nicht vertreten, weil in letzte Sekunde das vorgesehene Vereinsquartett lizensierter Fahrer gesprengt worden war. Ein bunt zusammengewürfeltes Team mit Skatern höchst unterschiedlichen Niveaus belegte schließlich in der Gesamtwertung aller Teams (mit und ohne Lizenzfahrer) den 10. Platz. Den Landesmeistertitel gewann das 1. Team der Leverkusener Speedies.

Obwohl allerbeste Witterungsbedingungen allerbesten Sport ermöglichten (sieht man mal von den streckenweise heftigen Gegenwinden ab), waren von den vielen Schülern und Jugendlichen unseres Vereins nur sehr wenige unserer Empfehlung gefolgt, sich bei einer so tollen Veranstaltung wie der in Kerpen doch mal richtig mit unserem Sport Inline-Speedskaten anzufreunden und sich die vielfältigen Wettbewerbsformen anzuschauen.

Den fünf Nachwuchsskatern, die jedoch unseren Verein in Kerpen vertraten, gebührt unser Respekt – vor allem dann, wenn sie oder er nicht auf Anhieb eine Spitzenposition eroberte aber den Willen kund tat, sich beim nächsten Wettbewerb verbessern zu wollen. Das gilt ganz besonders für Lea-Maria Jeschick und Luca Rixgens. Bei den Schülern A ist Jan Kaldenhoff kurz davor, in das Spitzentrio seiner Altersklasse vorzurücken. Das ist seinem jüngeren Bruder Max (Schüler C) schon gelungen. Der Sprung von Platz drei in Kerpen auf Platz zwei ist jetzt nur noch minimal.

Ebenfalls auf Platz drei landete im Rennen der männlichen Cadetten Robert Woermann, nachdem er zuvor bereits mit den „Großen“ unseres Vereins im Teamzeitfahren gestartet war. In seinem YSC-Rennen über 7725 Meter hielt der Sprinter Robert Woermann bis zur letzten Runde mit dem Langstreckler Jan Grimmelt und dem gelernten Eisschnellläufer Christopher Peltzer mit. Immerhin kann sich Roberts Leistung sehen lassen: Seine Zeit von 15 Minuten und vier Sekunden bedeutet, dass der 15jährige die 7,725 km mit einem Mittel von 30,763 km/h zurückgelegt hat.

Abschließend noch ein Kompliment an den SSC Kerpen, seine Abteilung Skate-Express und den Cheforganisator Axel Eggert: Es war einmal mehr eine großartige Veranstaltung und Werbung für unseren Sport. So etwas muss man hautnah erlebt haben, wenn man in Sachen Inline Skaten mitreden will…