Deutsche Meisterin Claudia Maria – Nur Hundertstelsekunden fehlten zum größeren Glück

Claudia Maria Henneken DM 2015 DuisburgClaudia Maria Henneken DM 2015 DuisburgClaudia Maria Henneken hat es geschafft. In Duisburg gewann sie ihren ersten Einzeltitel im Inline-Speedskating: „Deutsche Meisterin 2015 auf der Inline-Marathondistanz in der AK30“. Damit ist Claudia Maria das zweite Mitglied des SSC Köln, das einen individuellen DM-Titel gewann. Nach 42 Kilometern hatte Claudia Maria jetzt in Duisburg in der Altersklassenwertung der AK30 einen Vorsprung von 11:24 Minuten vor der Zeitplatzierten. Den ersten DM-Titel für den SSC Köln (damals noch Kölner Roll-Möpse) gewann 2008 Hanspeter Detmer in der AK60 auf der Bahn im 300 Meter Sprint.
Große Freude bei Claudia Maria über den Titelgewinn – und dennoch gab es einen Wermutstropfen. Denn im Zielsprint der schnellsten Damen bei dieser Marathon-Meisterschaft 2015 fehlten Claudia Maria nur wenige Hundertstelsekunden zum totalen Triumph. Im Kampf um den Sieg in der Gesamtwertung unabhängig von den Altersklassen hatte Maria im Ziel nach 42 Kilometern einen Rückstand von ca. 50 Zentimetern auf Katja Ulbrich, die nach 2010, 2013 und 2014 ihren vierten Marathon-Titel gewann.

DM 42KM 2015 Duisburg Podium Damen: Henneken (l.), Ulbrich (m.), Pechstein (r.)DM 42KM 2015 Duisburg Podium Damen: Henneken (l.), Ulbrich (m.), Pechstein (r.)Silber in der Marathon-DM-Gesamtwertung ist aber wiederum das beste Ergebnis, das die Kölner Master-Sportstudentin in ihrer erst 2008 begonnenen Karriere als Inline-Speedskaterin auf der Marathon-Distanz erzielte. 2010 und 2013 hatte Claudia Maria Henneken über 42 km schon zweimal Bronze gewonnen; auch damals hieß die Gesamtsiegerin Katja Ulbrich. Immerhin war es nun in Duisburg für Claudia Maria Henneken bereits der 13. Medaillengewinn bei Deutschen Meisterschaften im Inline-Speedskaten.

Auch wenn der Traum vom Gewinn der Marathon-DM-Gesamtwertung für Claudia Maria Henneken - noch – nicht in Erfüllung ging, so kann sie dennoch stolz auf ihre Gesamtleistung sein. Denn eine absolute Weltklasse-Athletin kam erst nach ihr als Drittplatzierte in der Gesamtwertung ins Ziel: Claudia Pechstein. Als Eisschnellläuferin gewann die Berlinerin fünf Olympische Goldmedaillen und gehört auch mit nunmehr 43 Jahren noch immer der absoluten Weltelite im Eisschnelllauf an. Im Sommer engagiert sich Claudia Pechstein bei den Inline-Skatern. Vor Wochenfrist erst siegte sie bei der Marathon-Europameisterschaft in Italien in der AK40. Wunderbar das Foto der Siegerinnen in Duisburg: In der Mitte die 27jährige Gesamtsiegerin Katja Ulbrich; links Claudia Maria Henneken vom SSC Köln, Siegerin in der DM-Wertung AK30; und rechts Claudia Pechstein, Siegerin in der DM-Wertung AK40.

Mit den Hundertstelsekunden haderte auch Hanspeter Detmer, der Vorsitzende des SSC Köln. Etwas zu früh hatte er im Kampf um die Bronzemedaille in der AK 65 den Schlussspurt angezogen. As er dann 30 Meter vor dem DM-Ziel auch noch an einer Bordsteinkante hängen blieb und nur mit viel Glück einem schweren Sturz entging, war der Kampf um Platz drei entschieden. Bronze sicherte sich Frank Tiede vom CST Köln, der Großvater unserer hoffnungsvollen Nachwuchsskaterin Lea Marie Jeschick.