Deutsche Meisterschaft Bahn in Leipzig – dreimal Silber für Claudia Maria; Max fehlten 2/10 Sekunden zu Bronze

DM Bahn Leipzig 2015 Team SSC KoelnDM Bahn Leipzig 2015 Team SSC KoelnSechs Sportler des SSC Köln gingen am letzten Juni-Wochenende bei den Deutschen Bahn-Meisterschaften der Inline-Speedskater in Leipzig an den Start. Mit drei Silbermedaillen für Claudia Maria Henneken und einigen hervorragenden Platzierungen trotz schwierigster Trainingsbedingungen in der Heimat kehrten sie nach Köln zurück.

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Am Freitag standen zunächst die Einzelsprints über 300 Meter für Robert Woermann (Junioren A) und Lena Haucke (Aktive) auf dem Programm. Ohne ausreichende Vorbereitungszeit zum Einfahren auf der Bahn blieben beide hinter ihren Möglichkeiten zurück und konnten sich nicht für die Finals qualifizieren. Anschließend standen die 1000 Meter für Claudia Maria Henneken (AK30) und Hanspeter Detmer (AK60) an. Maria gewann die Silbermedaille hinter der Hallenserin Tina Strüver, die schon zweimal Europameisterin wurde; Hanspeter wurde in seinem Rennen Fünfter.

Den Abschluss des ersten Wettkampftages bildeten die 10000 Meter Ausscheidungsrennen der Junioren sowie der Aktiven. Bei den Damen waren die Konkurrentinnen aus den Inline-Skater-Hochburgen Darmstadt, Gera und Groß-Gerau, die allesamt schon Europa- und Weltmeistertitel gewonnen haben, übermächtig. Das Tempo in diesem Rennen war von Anfang an sehr hoch. Lena Haucke gab ihr Bestes, schied jedoch früh aus und belegte am Ende Platz 9. Eine solide Leistung bot nach seiner Sprint-Enttäuschung der A-Junior Robert Woermann. In diesem 10 km Rennen konnte er sich gut im mit Weltklasse-Athleten besetzten Feld behaupten und schied erst nach über der Hälfte der 50 zu fahrenden Runden nach einem taktischen Fehler auf einem akzeptablen 8. Rang aus.

Mit den Wettbewerben der SchülerInnen A (12/13 Jahre) begann samstags der 2. DM-Tag. Leider blieben die beiden Sportler des SSC Köln - Lea Marie Jeschick und Max Kaldenhoff - in ihren Rollgewandtheits-/Geschicklichkeitsläufen nicht fehlerfrei. Lea Marie kassierte für eine Hütchenberührung 1 Strafsekunde, was sie unter 55 Starterinnen auf Platz 44 zurückwarf. Max Kaldenhoff riss sogar eine Stange und kassierte ganze 5 Sekunden Strafe, was ihn von einem möglichen 4. Platz in dieser Disziplin auf Rang 26 zurückwarf.
Im Anschluss ging es mit den 500m Sprintausscheidungen weiter. Robert scheiterte im Vorlauf und Lena und Hanspeter schieden im HF aus. Maria konnte ihr HF gewinnen und sich für das Finale qualifizieren. Auch hier gewann sie in der AK30 wieder DM-Silber.

Bei den Punkterennen der Schüler A über 3000 Meter zeigte Lea im Vorlauf eine sehr gute Leistung. Die 12jährige, die auch im nächsten Jahr noch in der Klasse Schülerinnen A starten kann, verpasste als 15. des Vorlaufs gegen in der Regel ältere und erfahrenere Konkurrentinnen nur knapp das Finale der besten Zwölf. Immerhin waren 55 Mädchen zu diesem Rennen angetreten.
Max Kaldenhoff konnte sich zwar für das Finale qualifizieren. Der jugendliche Eifer ließ den jungen Sportler die im Vorfeld mit den Trainern besprochene Taktik jedoch im Rennen völlig vergessen. Er stürmte Hals über Kopf zum Sieg im Vorlauf. Im Finale aber fehlten ihm dann die nötigen Körner, so dass er sich unter 35 Konkurrenten in der Gesamtwertung mit Platz 12 zufrieden geben musste.

Hanspeter konnte im 3000 Meter Lauf, welcher in seiner Altersklasse ohne Punktesprints ausgetragen wird, als mit 69 Jahren deutlich ältester Starter in der AK60 mit Platz vier sein bestes Ergebnis dieser DM erzielen. Mit etwas größerer Risikobereitschaft wäre vielleicht mehr drin gewesen. Nach einem Regenschauer war die Bahn noch nass. Hanspeter war jedoch der einzige Starter, der auf Regenrollen setzte, die dann aber auf einer im Rennverlauf weitgehend abgetrockneten Bahn am Asphalt klebten.

Maria lief ein taktisch kluges Rennen über 3000 Meter Punkte. Sie sicherte sich im Kampf um Platz zwei die entscheidenden Punkte und damit ihre dritte Silbermedaille bei dieser DM.
Den Einzelsprint der Schülerinnen A über 200m musste Lea Marie gleich zweimal absolvieren. Nach einem tollen ersten Lauf wurde leider festgestellt, dass die Zeitmessung nicht ausgelöst worden war. Lea musste also am Ende des Feldes der 55 Starterinnen noch einmal an den Start gehen. Der zweite Lauf lief dann leider nicht so rund wie der erste. Aber Platz 36 im größten Starterfeld der Meisterschaft ist dennoch ein Superergebnis.
Max Kaldenhoff erreichte im 200 Meter Einzelsprint mit Platz 5 sein bestes DM-Ergebnis. Dennoch dumm gelaufen – denn ein schlecht platzierter Zielschritt kostete ihn die entscheidenden zwei Zehntelsekunden zur Bronzemedaille.

Zum Abschluss des 2. Wettkampftages standen dann noch die 10000 Meter Punkterennen der Junioren und Aktiven auf dem Programm. Robert lief ein tolles Rennen und schied erst nach der Hälfte der Distanz durch Überrundung auf Platz 9 aus. Bei den Aktiven Damen erreichte Lena den achten Platz.

Sonntags, am Finaltag, standen noch die 1000 Meter der Junioren und Aktiven und die 300 Meter Sprintausscheidung der Schüler A auf dem Programm.
Lea konnte sich als 36. leider nicht für das Halbfinale qualifizieren. Max Kaldenhoff erreichte als Achtschnellster der Vorausscheidung das Halbfinale. Hier war dann aber auch leider Schluss, so dass Max im Gesamtergebnis letztlich auch als Achter der Sprintausscheidung eingestuft wurde. Immerhin waren 35 A-Schüler angetreten.
Lena konnte sich bei den Aktiven Damen über 1000 Meter nicht für das Finale qualifizieren und wurde Achte. Robert Woermann lief ein taktisch kluges Rennen und konnte sich für das Finale qualifizieren. Hier verhinderte ein kleiner taktischer Fehler eine noch bessere Platzierung. Als Siebter erreichte er in seinem letzten Meisterschafts-Bahn-Rennen als A-Junior dennoch seine beste Platzierung dieser Deutschen Bahn-Meisterschaft und empfahl sich damit für die nächstjährige Bahn-DM in Bayreuth, bei der Robert dann seinen Einstand in der Eliteklasse der Herren geben wird.

Mit den in Leipzig auf einer Bahn mit 18prozentiger Kurvenüberhöhung erzielten Leistungen können die Sportlerinnen und Sportler des Speed Skating Club Köln sehr zufrieden sein. Denn immerhin gehören sie zu den wenigen Teilnehmern an dieser Meisterschaft, die über keine ordentliche Sportstätte verfügen, auf der sich Inline-Speedskater auf die Königsdisziplinen des Speedskatens vorbereiten können.

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Die Ergebnisse im Überblick:

Lena Haucke (Aktive)
7. Platz / 300m Einzelsprint
9. Platz / 10000m Ausscheidung
8. Platz / 500m Sprintausscheidung
8. Platz / 10000m Punkte
8. Platz / 1000m

Robert Woermann (Junioren A)
9. Platz / 300m Einzelsprint
8. Platz / 10000m Ausscheidung
9. Platz / 500m Sprintausscheidung
9. Platz / 10000m Punkte
7. Platz / 1000m

Lea Marie Jeschick (Schüler A)
44. Platz / Geschicklichkeitslauf
36. Platz / 200m Einzelsprint
15. Platz / 3000m Punkte (Vorlauf)
36. Platz / 300m Sprintausscheidung

Max Kaldenhoff (Schüler A)
26. Platz / Geschicklichkeitslauf
5. Platz / 200m Einzelsprint
12. Platz / 3000m Punkte
8. Platz / 300m Sprintausscheidung

Claudia Maria Henneken (AK30)
2. Platz / 1000m
2. Platz / 500m Sprintausscheidung
2. Platz / 3000m Punkte

Hanspeter Detmer (AK60)
5. Platz / 1000m
6. Platz / 500m Sprintausscheidung
4. Platz / 3000m