Die Zahl 7 macht Claudia Maria Henneken nicht glücklich….

Noch Stunden nach der Zieldurchfahrt bei der Deutschen Inline-Marathon-Meisterschaft 2011 in Bielefeld war Claudia Maria Henneken sauer. Zwar erreichte sie mit der Spitzengruppe der Hauptklasse (Aktive) das Ziel und war erneut das ganze Rennen lang auf Tuchfühlung mit Welt- und Europameisterinnen wie Sabine Berg, Tina Strüver und Mareike Thum. Aber der 7. Platz in der „Königinnen-Klasse“ der Aktiven mit dreieinhalb Sekunden Rückstand auf die neue Deutsche Meisterin Sabine Berg (Gera) machte Maria Henneken nicht glücklich.

„Wenn der Verband nach Altersklassen getrennte Meisterschaften ausschreibt und in die Altersklassen in separaten Startblöcken auf die Strecke schickt, dann muss auch dafür gesorgt werden, dass beim Zielsprint nur die unmittelbaren Altersklassen-Konkurrentinnen ihre Positionskämpfe austragen können“, schimpfte Maria nach dem Rennen. „Es darf nicht sein, dass mir Sportlerinnen den Weg zum Ziel versperren, die in einer ganz anderen Kategorie-Wertung fahren.“ In den Finalkampf der Aktiven Damen, die 42 km lang ein relativ langsames, von viel Taktik bestimmtes Rennen gefahren waren, mischten sich auf den letzten 1000 Metern sowohl Juniorinnen als auch Sportlerinnen aus der AK30 und der AK40 mit ein, welche eine Minute nach der Hauptklasse gestartet waren, aber im Rennverlauf auf die Hauptklasse, die ein von Taktik bestimmtes Bummelrennen fuhr, aufliefen und sich mit dieser mischten, was zu großer Verwirrung führte. „Ich habe mich im gesamten Rennverlauf super gefühlt und auf den Endspurt konzentriert. Ich bin mir sicher: Bei einem korrekten Finale wäre für mich mehr als Platz 7 drin gewesen, “ sagte die 25jährige Kölner Sportstudentin. Im Vorjahr hatte sie bei der Inline-Marathon-DM noch Bronze gewonnen. Auch bei der diesjährigen Halbmarathon-DM im Frühsommer in Kassel hatte Claudia Maria Henneken mit Platz 3 bewiesen, dass sie inzwischen in der Spitzenklasse der deutschen Inline-Speedskaterinnen angekommen ist.
Typisch für die Kämpfernatur Claudia Maria Henneken - aus der momentanen Verärgerung leitet das für die Jugendabteilung zuständige Vorstandsmitglied des Speed Skating Club Kölner Roll-Möpse jedoch gleich die Motivation für zukünftiges Erfolgsstreben ab: „Jetzt werde ich beim Kölner-Inline-Marathon alles geben um jungen Leuten zu zeigen, wie toll unser Sport ist.“