DM-Ergebnisse wie die Temperaturen: zwischen 2 und 7

Vier Mitgliedern des SSC Köln starteten am letzten April-Sonntag bei der ersten Straßen-DM des Jahres 2016 in Leipzig über die Halbmarathon-Distanz. Ihre Ergebnisse lesen sich wie die Temperatur-Schwankungen zwischen Start und Zieleinlauf. Bei 2 Grad musste man sich schon gründlich warm laufen. Und die 7 Grad bei der Siegerehrung ließen nur derjenigen warm ums Herz werden, die dann auch aufs Treppchen steigen durfte. 2016_DM 21km Leipzig AK30 Damen: Henneken (2.), Strüver (1.), Rossow (3.)2016_DM 21km Leipzig AK30 Damen: Henneken (2.), Strüver (1.), Rossow (3.)Zu den Ausgezeichneten gehörte Claudia Maria Henneken. Mit Silber in der Wertung der Damen AK30 hinter Tina Strüver aus Halle/Saale hatte Claudia Maria gerechnet. „Hätte ich die letzte Linkskurve vor dem Ziel außen im Windschatten von Sabine Berg genommen und nicht versucht, innen an der mehrmaligen Weltmeisterin noch vorbei zu kommen, wäre vielleicht sogar noch der DM-Titel in der Altersklassenwertung drin gewesen“, meine Claudia Maria nach dem Rennen. Immerhin kam unsere Sportwartin mit der sechsköpfigen Spitzengruppe der Damen ins Ziel und belegte in der Gesamtwertung der Frauen 1,5 Sekunden hinter der neuen Deutschen Meisterin Josie Hoffmann aus Gera, aber noch eine Sekunde vor Claudia Pechstein, der erfolgreichsten deutschen Wintersport-Olympionikin, den fünften Platz. Platz drei in der Damen-AK30 belegte Sabrina Rossow.

Drei Zehntelsekunden fehlten Max Kaldenhoff bei den männlichen Cadetten zum Gewinn seiner ersten DM-Medaille.Es wäre zwei Tage nach seinem 14. Geburtstag natürlich das schönste Geburtstagsgeschenk geworden. So musste sich unser Max mit Platz vier hinter Leon Heider aus Dessau im Kampf der beiden Jahrgangs-Gleichen zufrieden geben. Gewonnen haben Marco Grittner vom Speedteam Bodensee und Christoph Weller von DHfK Leipzig, die schon ein Jahr Erfahrung in dieser Altersklasse haben.
Hoffnungen auf Platz drei machte sich bei seinem ersten Start in der AK70 der Herren Hanspeter Detmer. Bis kurz vor der Halbzeit des Rennens lief auch alles nach Plan. Doch auf einem Streckenabschnitt mit vielen Asphaltverwerfungen verlor „Hp“ den Anschluss an seine Konkurrenten. Fortan hieß es, mehr oder weniger alleine gegen den eisigen Wind zu skaten, der auf den letzten 2,5km auch noch Eiskörner ins Gesicht blies. Platz sechs ist jedoch Ansporn für den weiteren Saisonverlauf.
Rang sieben bei den Damen AK50 blieb dann für Barbara Scholz. Die Tatsache, dass auch in Leipzig immer mehr Straßenbeläge zu wünschen übrig lassen und viele Straßenbahn-Schienenquerungen den Skatern das Leben schwer machen, konnte Barbara letztlich den Spaß an dieser DM nicht vermiesen.