DM Inline-Marathon in Bielefeld - knapp an der Medaille vorbei gerutscht

Claudia Maria Henneken: Claudia Maria HennekenClaudia Maria Henneken: Claudia Maria HennekenNur um einen Wimpernschlag verpasste Claudia Maria Henneken bei den Deutschen Meisterschaften im Inline-Marathon eine Medaille. Oft hatte Maria im Rennverlauf in der Spitzengruppe die Führungsarbeit geleistet. Dabei brachte sie es auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 34,4 km/h. Im Finish hatten aber nach 01:12:26 Stunden Katja Ulbrich aus Bayreuth, Tina Strüver aus Halle und Sabine Berg aus Gera in der Aktiven-Klasse die Nase vorn. Wobei auch ein leichter Nieselregen noch eine Rollen spielte. Ausgerechnet auf dem Sprintstück vor der Ziellinie war der Asphalt glatt.
Vor diesem Quartett, jedoch praktisch zeitgleich, waren noch die beiden A-Juniorinnen Josie Hofmann aus Gera und Carolin Zielke von den Sportfreunden Lechtingen über die Ziellinie gerollt.

Auch wenn Theresa Ricke im Trikot des SSC Köln in der Aktivenklasse der Damen knapp 10 Minuten später ins Ziel kam als die Gesamtsiegerinnen, so hat sich ihre erste Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft dennoch gelohnt. Immerhin belegte sie in der Aktivenklassen mit durchschnittlich 30,3 km/h den 5. Rang.

Theresa Ricke: Theresa RickeTheresa Ricke: Theresa RickeRund 5 1/2 Minuten Abstand auf die schnellsten Damen hatte die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin und vielmalige Weltmeisterin Claudia Pechstein. Damit kam sie in der Damen-Gesamtwertung auf den 8. Platz und sicherte sich in der AK40 nun auch den DM-Titel, nachdem sie in diesem Jahr zuvor schon bei den Masters-Welt- und Europameisterschaften Altersklassensiege feiern konnte. Claudia Pechstein schätzt das Inline-Speedskaten für sich als eine hochwertige Sportart und verhilft durch ihr Engagement dem Inline-Speedskating zu großem Imagegewinn.

Claudia Pechstein DM Marathon 2014 Bielefeld: Claudia PechsteinClaudia Pechstein DM Marathon 2014 Bielefeld: Claudia Pechstein

Deutscher Meister bei den Herren wurde Philipp Forstner von Blau-Gelb Groß-Gerau nach 01:08:18 Stunden mit neun Sekunden und damit mehr als 100 Meter Vorsprung von Tobias Hecht von Blau-Weiß Gera. Bester männlicher Teilnehmer des SSC Köln war Johannes Walter nach 01:21:36 Stunden (= 30,5 km/h). Damit belegte er im Gesamtklassement den 88. Platz und wurde 15. in der immer kompakter und leistungsstärker werdenden AK50. Nach dem Rennen hatte es der inzwischen in Freiburg lebende Musik-Professor eilig nach Köln zu kommen, wo er mit Freunden noch zwei Stunden für ein bevorstehendes Konzert proben wollte.

Etwas unglücklich agierte in der AK65 Hanspeter Detmer. Zwar hätte er auch bei etwas geschickterer Renneinteilung keine Medaillenchance gehabt. Aber nach einer falschen taktischen Renneinteilung kam er mit einer relativ langsamen Gruppe ins Ziel und belegte in seiner AK65 nur Platz neun.

In Bielefeld konnten die Kölner Inline-Skater an den Start gehen, weil beim zeitgleich ausgetragenen Köln-Marathon die Inline-Skater erstmals seit dem Premierenjahr nicht mehr in das Programmschema passten. Die Mitglieder des Speed Skating Club Köln bedauern diese Entscheidung umso mehr, geht doch die Gründung des Vereins - damals noch unter dem Namen SSC Kölner Roll-Möpse - auf die Kölner Marathonpremiere 1997 zurück.

Aber auch als Läufer machten Mitglieder unseres Vereins in Köln auf der Halbmarathon-Distanz eine gute Figur. Silke Zacher brachte eine Punktlandung zustande: Zwei Stunden und nicht eine einzige Sekunde mehr oder weniger für 21,0975 Meter!
Ihr Mann Marc, 2. Vorsitzender des SSC Köln, verpasste, nachdem er erst kurz zuvor die Folgen einer Bänderverletzung im Fußgelenk auskuriert hatte, seine persönliche HM-Bestzeit in immer noch hervorragenden 1:33:39 Stunden nur um 64 Sekunden.