Von Gera über Homburg/Saar, Köln, Brüssel, Leipzig und Duisburg nach Hause

SDM 2017 1: Dass SSC-Köln-Quartett bei der Süddeutschen MeisterschaftSDM 2017 1: Dass SSC-Köln-Quartett bei der Süddeutschen MeisterschaftIm thüringischen Gera, einer deutschen Hochburg des Inline-Speedskaten, begann Mitte Mai für Mitglieder des SSC Köln die Frühjahrs-Etappentour auf Inline-Skates. Der inzwischen 12jährige Sebi wollte bei den internationalen Rollsporttagen nochmals seine Form vor den Süddeutschen Meisterschaften testen. Klare Erkenntnis: Je länger die Strecke, desto besser .
Entsprechend war eine Woche später bei den Süddeutschen Meisterschaften in Homburg/Saar das 2000 Meter-Rennen seine Paradestrecke. Nach 3 Minuten und 58 Sekunden war er im Ziel. Durchschnittstempo des A-Schülers: 30 km/h.

Ebenfalls in Homburg am Start – die A-Schüler Nina und Max sowie der Senior Hanspeter. Wäre Max nicht das Opfer einer kollabierenden Zeitmessanlage geworden, hätte er beste Chancen gehabt, ins Sprinterfinale vorzustoßen. SDM 2017 2: Nina voll konzentriert beim RollgewandtheitslaufSDM 2017 2: Nina voll konzentriert beim RollgewandtheitslaufDie Antritt schnelle Nina war unter den 17 Starterinnen in ihrer Klasse die beste des Jahrgangs 2005. Einsam war Hanspeter in der AK70. Deshalb musste er mit der AK60 starten, holte dennoch Bronze über 1000 und in Saisonbestzeit über 3000 Meter. Der Dank aller Starter und Begleiter in Homburg gilt dem Autohaus „3H Automobile“ in Köln-Porz, das die Gemeinschaftsreise in einem komfortablen Toyota Proace Verso ermöglichte.

Eine Woche später gastierten Sebi und Co. vor den Toren Brüssels. Von Reisemüdigkeit keine Spur. Stattdessen zeigten die Kids bei einer 4-Stunden-Staffel besten Kampfgeist. Nur knapp verpasste die nur aus vier Skatern bestehende Staffel den dritten Platz. Eine Gesamtstrecke von 90 km in 4 Stunden ist für ein so junges Quartett eine lobenswerte Leistung.

Zeitgleich hatte Claudia Maria ein „Heimspiel“ bei den Cologne Classics in Köln-Longerich. Wie in den Jahren zuvor gewann sie das Damen-Rennen, diesmal aber mit vier Hundertstelsekunden Vorsprung vor der polnischen Nationalteam-Skaterin Aniela Dymiszkiewicz. Für unser neues Mitglied Serpil und für die Kadettin Sarah war es eine Rennpremiere vor allem auf einer längeren Distanz. Daniela brachte es immerhin bei dem schlechten Wetter auf 9 absolvierte Runden. Bei den Herren kam Robert auf den 8. Platz der Gesamtwertung. Der blinde Felix Michalski mit seinem Guide Josef Riefert absolvierte bei seinem zweiten Regenrennen in Folge knapp 15 km.

Nicht nur in Homburg, sondern zwei Wochen später auch bei der Bahn-DM in Leipzig war Hanspeter in der AK70 wieder einzigartig. Stadionsprecher Uwe Berg kündigte ihn sogar als den „Alterspräsident“ der Meisterschaft an. Und weil er in der AK70 wieder alleine war, musste er wieder in der AK60, obwohl da Gegner waren, die fast 12 Jahre jünger waren. Hanspeter störte es nicht. Über 1000 Meter konnte er seine Jahresbestzeit nochmals verbessern. Mit den Zeiten über 1000 und 3000 Meter wäre er vor Jahresfrist noch sicher auf dem Treppchen in der AK70 gelandet.

Claudia Maria zog den Bahn-Rennen in Leipzig die Straßen von Duisburg vor und wagte wieder mal einen Doppelstart – zuerst 42 km skaten, und dann auch noch mal laufen. Marias Freude hielt sich in Grenzen. Beim Skaten wurde sie im Zielsprint von einer in den Niederlanden lebenden Kolumbianerin überrascht, die zuvor das ganze Rennen lang im Windschatten Kräfte gespart hatte. Außerdem überraschte sie mit nur zwei Rollen an jedem Schuh. Das Reglement lässt das allerdings zu. Vorgeschrieben ist lediglich die Maximalzahl von 5 Rollen pro Skate. Anschließend lief Maria dann die gleiche Strecke nochmals zu Fuß. Ihr achter Platz in der Gesamtwertung ist vor allem unter dem Aspekt der Doppelbelastung bei relativ hohen Temperaturen hervorragend.