WSC 2014 – Beinahe ein perfekter Saisonauftakt für den SSC Köln

Sieg für unsere Claudia Maria Henneken beim Paderborner Osterlauf 2014 auf der Halbmarathon-Distanz zum Auftakt der Rennserie „Westdeutscher Speedskating Cup 2014“. Die Zeit von 39:16 Minuten für 21 km war die mit Abstand schnellste auf dieser Strecke in den letzten vier Jahren. Gleichbedeutend war der Erfolg der 28jährigen Kölnerin auch mit dem Gewinn der NRW-Landesmeisterschaft über 21 km.

Freude auch über Platz drei bei den Damen für Verena Papenfuß (ebenfalls SSC Köln / Custom-Sport Team), und zugleich Bronze in der NRW-Landesmeisterschaft. Verena, die Vorjahressiegerin in Paderborn, hatte im führenden Damen-Trio, zu dem auch die für den LC Solbad startende Zweitplatzierte Karolina Kierzkowski gehörte, im Ziel nur 2 Sekunden Rückstand auf ihre Club- und Teamkameradin Claudia Maria.

Siegreich war dann wieder das aus Mitgliedern des SSC Köln bestehende "Custom-Sport Team" mit Henneken, Papenfuß, Michaela Geppert (5. Platz Einzelwertung), Viktoria Hartmann und Theresa Ricke (10. und 11. Platz Einzelwertung). Kompakter mit fünf Plätzen unter den elf Besten hätten die Damen des SSC Köln zum NRW-Saisonauftakt in Paderborn nicht abschneiden können. Doch ist über die gesamte Saison in der Teamwertung mit einer spannenden Auseinandersetzung mit den Damen der Speedskater Düsseldorf, die in Paderborn den 2. Teamplatz belegten, zu rechnen.

Freude bei den Damen – Gemütsschwankungen bei den Herren des SSC Köln nach dem Osterlauf in Paderborn. Groß war das Entsetzen, als für den A-Junior Robert Woermann das Rennen bereits nach km 4,5 zu Ende war. Zu diesem Zeitpunkt stürzte Robert in der Spitzengruppe mitfahrend so schwer, dass er von den außerordentlich umsichtigen Erst-Helfern des Deutschen Roten Kreuzes ins Krankenhaus gefahren werden musste. Hier stellte sich dann nach gründlichster Untersuchung auch per Röntgenaufnahmen heraus, dass er sich letztlich nur (!) große Schürfwunden an beiden Knien, Händen und Ellenbogen sowie an der Hüft zugezogen hatte. Erst am nächsten Tag wurde dann noch ein schwerer Bluterguss unter einer Kniescheibe diagnostiziert. Letzten Endes hatte Robert jedoch Glück im Unglück.

Mit dem Ausfall von Robert wäre um ein Haar gleich zum Saisonbeginn die Wunschvorstellung des SSC Köln geplatzt, in diesem Jahr endlich wieder respektabel mit einem Herrenteam in der WSC-Teamwertung mitzumischen. Hätte Robert in Paderborn anknüpfen können an seine sehr gute Leistung zwei Wochen zuvor beim Berliner Halbmarathon, hätte das von ihm angeführte junge SSC-Köln-Team unter den 14 Saisonteams durchaus einen guten Mittelplatz belegen können. Denn Andre Steinhauser (42:19 Min) und Pascal Kneip (45:47 Min) fuhren couragierte Rennen mit guter Perspektive. Aber der Sturz von Robert drohte zum Ende der Team-Träume zu werden.

Glücklicherweise war wenige Stunden vor dem Start in Paderborn jedoch Hanspeter Detmer noch für das SSC-Herrenteam nominiert worden. Als der SSC-Vorsitzende "als letzte Reserve" gewahr wurde, dass Woermann ausgeschieden war, legte sich der 68jährige nochmals ins Zeug und rettete auch für seine jungen Clubkamerden Steinhauer und Kneip als Teamdritter die Teampunkte. Statt aus der Teamwertung auszuscheiden, kam der SSC Köln unter den 14 angetretenen Teams so noch auf Rang 11. Und für Detmer hat sich der Ehrgeiz zusätzlich gelohnt: In der Einzelwertung der Landesmeisterschaft belegte er sogar in der AK65 Platz eins.