Premieren in Groß Gerau mit guten Perspektiven

Am 38. Internationalen Kriterium in Groß Gerau, einem der bedeutendsten Speedskating-Wettbewerbe in Europa, nahmen in diesem Jahr leider nur drei Mitglieder des Speed Skating Club Köln teil. Was aber sicherlich auch darauf zurück zu führen war, dass nahezu zeitgleich in Leipzig mit dem Inline-Halbmarathon die erste Deutsche Meisterschaft auf der Straße entschieden wurde, wo unsere Sportwartin Claudia Maria Henneken immerhin Silber in der AK30 gewann und der 14jährige Max Kaldenhoff nur knapp die Bronzemedaille verfehlte.
Für Nina Özdemir war der Start in Groß Gerau, wo für die Schülerklassen erstmals drei Rennen (samstags über 2.000m und sonntags über 1.000 und 1.500 Meter) ausgetragen wurden, besonders aufregend. Schließlich absolvierte sie im Together-Stronger-Team doch ihre ersten Rennen mit internationaler Konkurrenz auf einer Bahn, auf der auch in der Eliteklasse die weltbesten Skaterinnen und Skater miteinander konkurrierten.

Nina Özdemir: in Gelb: Nina ÖzdemirNina Özdemir: in Gelb: Nina ÖzdemirAlles war neu für Nina – nicht nur die Atmosphäre eines ganz großen Bahn-Wettkampfs. Auch das Rollenwechsel-Spiel unmittelbar vor den Rennen, erzwungen durch das April-Wetter mit Schauern vor dem Start, sorgte für Aufregung. Dennoch gelang es Nina auf bewundernswerte Weise in den Rennen ihre Leistungen abzurufen und im stark besetzten internationalen Feld sogar den einen oder anderen Zweikampf für sich zu entscheiden. Mit ihrem 23. Rang in der Gesamtwertung der Schülerinnen B unter 29 Starterinnen konnte sie bei ihrer Premiere in einem so bedeutenden Wettkampf hoch zufrieden sein. Dieses Erlebnis Groß Gerau förderte nicht nur die Motivation für weitere Wettkämpfe in diesem Jahr. Auch freut sich Nina schon auf eine Wiederholung im nächsten Jahr.

Sebastian KieserSebastian KieserFür Sebastian Kieser verlief seine dritte Teilnahme in Groß Gerau leider nicht nach Plan. Auch er im Trikot des NRW-Teams ließ sich gesundheitlich angeschlagen am Samstag doch vom Rennfieber packen und startete auf der 2.000m-Distanz. Im Verlauf des Rennens über 6 Runden musste er sich aber schnell eingestehen, dass das keine gute Entscheidung war. Sebastian beendete dieses Rennen zwar auf Platz 23, musste aber alle anderen Starts an diesem Wochenende absagen.

Als Schüler und Junior hatte Robert Woermann in früheren Jahren stets die großen Rennen der Elite-Skater in der Aktivenklasse bewundert – in diesem Jahr durfte der nunmehr 20jährige erstmals in einem mit zahlreichen Welt - und Europameistern gespickten Teilnehmerfeldes selber mit skaten. Da weht dann schon ein ganz anderer Wind, wobei leider der Regen allen Startern noch mehr zusetzte. Robert konnte sich mit einer soliden Leistung im Punkterennen immerhin direkt für das B-Finale in der Ausscheidung qualifizieren, wo er sich bis zu seinem Aus nach ca. 4 Kilometern behaupten konnte. Groß Gerau war für ihn eine wichtige Lehrstunde: „Jetzt bin ich in der Aktivenklasse angekommen und habe wichtige Erfahrungen sammeln können im Hinblick auf die im Juni in Bayreuth stattfindenden Süddeutschen und zwei Wochen später auf der selben Bahn stattfindenden Deutschen Meisterschaften.“
Ines Kieser