Süddeutsche Meisterschaften – Nicht nur Gold glänzt

Besser hätte die Stimmung unter den Mitgliedern des SSC Köln und ihren Begleitern, die zur den Süddeutschen Meisterschaften 2015 nach Homburg gereist waren, am Ende nicht sein können. „Die gezeigten Leistungen vor allem unserer drei jugendlichen Starterinnen und Starter signalisierten uns, dass wir mit unserem neuen Trainingskonzept und unserer Nachwuchsförderung den richtigen Weg eingeschlagen haben“, resümierte Jugendwartin Ines Kieser die Leistungen der Meisterschaftstage. Ihr Sohn Sebastian (Schüler B) sowie die beiden Jugendsprecher unseres Clubs, Lea Marie Jeschick (Schülerinnen A) und Max Kaldenhoff (Schüler A) fuhren insgesamt vier Medaillen ein und eroberten auch sonst noch hervorragende Platzierungen. Freude auch bei Jugendtrainer Robert Woermann, dessen eigene Starts eher auf das Konto „Trainingsaufbau“ nicht zuletzt mangels ausreichender Konkurrenz gebucht wurden: „Hier in Homburg habe ich drei Kids gesehen, die auf dem besten Wege sind, für andere Kinder unseres Clubs richtige Vorbilder zu sein.“

Bei den Schülerinnen A blieb Lea Maria Jeschick zwar ohne Medaillen. Aber gerade bei ihr war die positive Leistungsentwicklung des letzten Halbjahres besonders auffällig. Fuhr Lea im letzten Jahr noch deutlich hinter ihren extrem starken Konkurrentinnen etwa aus Groß-Gerau hinterher, so hat sie inzwischen immer weniger Respekt. Was ihr noch fehlt ist die Länge. Immerhin vermied sie im 2000 Meter-Punkterennen eine Überrundung und damit das vorzeitige Ausscheiden. Einen Tag später auf der 1000 Meter Distanz verlor Lea den Kontakt zur Spitze erst 100 Meter vor dem Ziel; sicherlich auch die Folge einer kraftraubenden Aufholjagd nach einem etwas missglückten Start. Jetzt darf man gespannt sein, wie sich Lea noch weiter entwickelt bis zur Deutschen Meisterschaft Ende Juni in Leipzig. Ihr Abschneiden in Homburg sollte sie motivieren.

Ebenfalls in Leipzig bei der DM dabei ist Max Kaldenhoff. Seine Vorstellung in Homburg mit den drei Silbermedaillengewinnen jeweils hinter dem siegreichen Timo Lehnertz war souverän. Wobei er sicherlich vom Auftakt der Süddeutschen Meisterschaft, seinem Rollgewandtheitslauf, profitierte. Höchst konzentriert umkurvte Max die Slalomhütchen und war unter 10 sehr guten Konkurrenten einer von nur zwei, die fehlerfrei blieben. Mit der Konzentration von Homburg auf das Wesentliche, einem weiterhin engagierten Training und etwas Glück ist für Max auch in Leipzig vielleicht eine Medaille greifbar.

Sein Glück kaum fassen konnte Sebastian Kieser. Für den B-Schüler war Homburg noch das Maximum an meisterschaftlicher Herausforderung. Schon das Vordringen ins Finale des 100 Meter Sprints war überraschend, wenngleich auch hoch verdient. Und wenn Sebastian im Endlauf einen ebenso explosiven Start wie im Halbfinale erwischt hätte, wer weiß, ob er nicht schon gleich nach der ersten Meisterschaftsentscheidung einen Podestplatz erobert hätte. Immerhin nahm er seine ganze Begeisterung noch mit ins nachfolgende 1000 Meterrennen, in dem er dann auch taktisch außerordentlich klug zur Silbermedaille skatete.