Skateathlon 2010 in München

Skateathlon 2010Skateathlon 2010Welches Ziel setzt man sich bei der zweiten Teilnahme am Skateathlon in München? Die Zeit vom Vorjahr zu unterbieten? Eine bessere Platzierung? Oder einfach nur Spaß am Sport?

Als wettkampforientierter Sportler ist man natürlich völlig bescheiden und will alles auf einmal; bessere Zeiten und Platzierungen sind doch auch ganz automatisch die richtige Formel für Spaß! Außerdem ist man laut eigenem Verständnis beim zweiten Mal ja sowieso schon ein alter Hase und macht alles besser als beim ersten Mal ... also dann, auf zum "Skate, Bike & Run"!

Bei strahlend blauem Münchener Himmel sind am Samstagmorgen zuerst die Triathleten auf der Strecke und absolvieren die sogenannte "Volksdistanz" (am Tag darauf wurde die Olympische Distanz angeboten); anschließend wird um 12 Uhr Mitttags der Skateathlon gestartet, und zwar wie auch schon im Vorjahr in den sich durch die zu absolvierenden Distanzen unterscheidenden Kategorien "Fun" und "Speed". 12 Uhr Mittags ist leider auch gleichbedeutend mit heißen Temperaturen von über 30 Grad; ein wenig Neid auf die Triathleten, die erst einmal ins Wasser springen dürfen, kommt da schon auf ...

Egal, es geht pünktlich los und die letzten Vorbereitungen müssen getroffen werden. Rennrad sowie Rad- und Laufschuhe müssen in der Wechselzone platziert werden und auch das Aufwärmprogramm sollte nicht zu kurz kommen. Nachdem die Pflicht erledigt ist, kommt nun die Kür; also Skates an und ab zum Start!

Der Startschuss fällt, ich sprinte wie gewohnt los und muss feststellen, dass es immer wieder etwas Neues bei einem Rennen gibt: nach wenigen Metern löst sich der Klettverschluss des Garmin und muss erst wieder fixiert werden, was mitten in der Startphase gar nicht so einfach ist. Das geht ja toll los! Auf den weiteren Verlauf des Rennens hat dies aber zum Glück keinen negativen Einfluss; das Malheur ist relativ schnell behoben und jetzt gilt die volle Konzentration wieder dem Wettkampf.

Das Skaten läuft prima; mit nur geringem Abstand auf die Führenden erreiche ich die Wechselzone, ziehe schnell die Skates aus und laufe zu meinem Fahrrad. Wer einmal erleben möchte, wie sich das sprichwörtliche "wie auf Eiern laufen" anfühlt, sollte das unbedingt auch einmal ausprobieren ...

Nachdem auch der Bike-Part gut läuft (hier ist im Gegensatz zum Skaten das Windschattenfahren gemäß der Triathlon-Regeln nicht erlaubt) und der Garmin einen großen Vorsprung vor der programmierten 2009er-Richtzeit anzeigt, erreiche ich erneut die Wechselzone und beginne mit der Laufstrecke. Hier zeigt sich schnell, dass der erwähnte große Zeitvorsprung trotz guter Laufzeiten wie Eis in der reichlich vorhandenen Sonne schmilzt. Rückwirkend betrachtet war das natürlich völlig logisch, da der Vorsprung bei den beiden schnelleren Disziplinen herausgefahren wurde; aber wer denkt in der Hektik des Wettkampfs noch logisch?

Klatschnass und erschöpft erreiche ich schließlich das Ziel und stelle nach einem Blick auf die gestoppte Zeit fest, dass ein gutes Gefühl während des Rennens nicht zwingend gleichbedeutend mit der Pulverisierung der im letzten Jahr erreichten Zeit sein muss ... ich war langsamer! Das kann doch gar nicht sein; der Garmin muss defekt sein (diese These sollte sich nach späterem Studium der Ergebnisliste komischerweise als nicht ganz richtig herausstellen)!

Leicht verärgert suche ich erst einmal die Verpflegungsstände auf und fülle die Flüssigkeits- sowie Kohlenhydratspeicher wieder auf, bevor eine kalte Dusche für die dringend notwendige Abkühlung sorgt. Nach der Dusche erreicht mich die überraschende Nachricht "Hey, Du bist Sechster geworden!". Interessant ... langsamer als letztes Jahr und trotzdem besser platziert?

Auch hier zeigt sich : Ergebnislisten sind durchaus hilfreich! Während die z.T. bereits vom Vorjahr bekannten und besser platzierten Konkurrenten im Vergleich deutlich (d.h zwischen 5 und 10 Minuten) langsamer waren als 2009, habe ich nur knapp zwei Minuten eingebüßt und war somit in der Relation näher an der Spitze. Scheinbar war das Bauchgefühl während des Rennens doch gar nicht so schlecht ...

Infos für Interessierte unter http://www.3muc.com/joomla/

P.S. Und erst nach dem Rennen ins Wasser zu springen, hat auch seine Reize!