Teamfahrt 2008 des Speed Teams Köln auf den Spuren des Mythos von Prezelle

Am Vorabend des Renntages ging es bei unwetterartigen Bedingungen zum Carbo-Loading ins benachbarte Lüchow. In netter Runde gab es Salat, Pasta und Doppelpommes für Richard sowie für alle alkoholfreies Weizen.

Die den Abend beendende Teambesprechung zur Taktik im Rennen brachte im Wesentlichen ein Ergebnis: unser Jens hatte die Nase voll, zu voll – eine Erkältung hatte ihn angeflogen.

Am Rennmorgen dann zunächst strahlend blauer Himmel, der jedoch schnell einem grauen Teppich aus bedrohlich wirkenden Wolken weichen musste, auf denen in kleiner Schrift die Buchstaben MPC zu sehen gewesen sein sollen.
Der teilweise böige Wind lies jedoch kein Abregnen zu und so war der Teamentscheid, auf gelben Matterwheels zu starten, genau die Richtige.
Wetterfee Frankie, alias Franz Stödele, sei hier für sein beharrliches Bestehen auf trockene Verhältnisse gedankt.Die Startgruppen für den Doppelmarathon wurden in diesem Jahr erstmals in Abständen von 2 Minuten auf die Strecke geschickt.

Zunächst durfte Fränkie mit der Hauptklasse auf die fast durchweg trockene Strecke.

Getreu seinem Motto „Immer dran bleiben“ war er am Ende mit einer Zeit von 2:32,14 Std. und Platz 6 in der Hauptklasse hochzufrieden und haderte nur mit dem Zielspagat. Denn bei ordentlicher Ausnutzung seiner Beinlänge wäre ein Podestplatz möglich gewesen. Da hat unser Fränkie einen Grund zum Training zu erscheinen. (So sieht professionelle Rennnachbertachtung aus.)

Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Vorstellung.

Team_Rollmoepse_07_2.jpgIm Feld der AK30 Herrn mischten Olli Balgheim und Sebastian Becker, alias Backy, zunächst sehr gut mit. Sie mussten aber nach etlichen Kilometern abreißen lassen.
Olli erreichte das Ziel in 2:47,22 Std. / M 30 Platz 20.

Backy schloss sich der AK 40 an und konnte in dieser Altersklasse schon mal einige wertvolle Erfahrungen im Rennverlauf sammeln. Er kann sich vorstellen, demnächst „tief“ zu starten und gleich in der mit Topfahrern besetzten AK 40 mitzumischen. Mit einer Zeit von 2:36,58 erreichte er in der M 30 Platz 18.

 

Der überwiegende Anteil des Speed Teams Köln stand im Feld der AK 40 am Start.
Von Beginn an entwickelte sich ein schnelles Rennen. Dabei kam es zu kleinen Attacken. Besonders am Anstieg beim Ortsausgang Schletau konnte sich immer wieder eine kleine Gruppe absetzen, die jedoch stets gestellt werden konnte.
Leider war unser Geburtstagskind Jens derart verschnupft, dass er mit Puls 190 bei der ersten Zieldurchfahrt aufgeben musste. Ein großes Kompliment, dass unser Jens versucht hat, das Rennen aufzunehmen, aber auch gleichzeitig vernünftigerweise abgebrochen hat. Da zeigt sich doch die wahre Größe.
Im Rennverlauf der AK 40 Herrn gab es verschiedenste taktische Muster und immer mit dabei die Herrn des Speed Teams Köln. Unserer Arbeit sowohl im Feld als auch an der Spitze ließ bis zu KM 75 keinen Ausreißer ziehen. Dabei unterstützten wir uns gegenseitig mit Anfeuerung und Verpflegung und so ging es geschlossen in die letzte Kurve, die uns entlang einer Geraden auf 8 Kilometer zum Ziel führen sollte. Das sich nun verschärfende Tempo ließ am Ende noch einige Positionsveränderungen zu. Dies konnte aber das starke, geschlossenen Mannschaftsergebnis des Speed Teams nicht mehr gefährden.
An dieser Stelle sei auch Tommy Ladener vom Nachbarverein, CST Köln, erwähnt, der mit uns die Strecke bewältigte. Er zeigte eine tolle Leistung und versuchte 5 Kilometer vor dem Ziel selbst das Feld zu bestimmen. Leider ließ man auch ihn nicht ziehen (Zielzeit 2:34,19 / Platz 18).

Anschließend versuchte er mit lautstarken Verbalattacken auch Frank zu animieren, es zu probieren. Der hatte jedoch gerade eine Lücke von 150 m geschlossen, um wieder auf die Spitzengruppe der AK 40 aufzufahren und war noch mit seinem Puls beschäftigt und konnte den Anweisungen von Tommy daher nicht folgen. Trotzdem - Danke Tommy.

Im Schlussspurt erreichte Frank in 2:33,43 Std. das Ziel (Platz 16), 10 Sekunden hinter dem völlig verdient siegenden J. Wecke vom Tri Sport aus Lübeck. An dieser Stelle einen Herzlichen Glückwunsch an Jörg, der immer an der Tempoarbeit beteiligt war und sich stets im vorderen Drittel des Feldes aufhielt.

Die Zeiten unserer Jungs vom Speed Team Köln in der AK 40:

Richard Bender – 2:34, 33 Std. / Platz 20

Hans-Jürgen Mehnert – 2:35,16 Std. / Platz 23

Peter Michael – 2:35,22 Std. / Platz 24

Hendrik Schürmann – 2:41 Std. (leider fehlt eine korrekte Zeitangabe des Veranstalters)

An dieser Stelle möchte ich meinen Respekt allen Startern und Starterinnen unseres Vereins zum Ausdruck bringen, die diese lange Distanz bei widrigen Windbedingungen hervorragend hinter sich gebracht haben und dabei tolle Zeiten eingefahren haben.
k-O.Balgheim2.JPGk-A.Wichterich.JPGBesonders zu erwähnen sind natürlich unsere Erststarterinnen Andrea und Ingrid vom Speed Team der Damen. Sie wurden von Hendriks Freundin, Sandra, als Guide durch die herrliche Landschaft geführt und fuhren während der gesamten Zeit zusammen. Welch toller Teamgeist.

Am Ende erreichten die Drei dann auch gemeinsam, noch relativ frisch mit einem Lächeln das Ziel in tollen 3:20 Std.
Natürlich möchte ich auch unsere Ellen nicht unerwähnt lassen. Für sie ging es recht wechselhaft zunächst in einer 5-er- später in einer 3-er Gruppe zu. Schlussendlich, geplagt von Bauchschmerzen, erreichte sie im Alleingang der letzten 15 km die Ziellinie in 2:51 Std. und wurde damit vierte in ihrer Altersklasse W 40.
Im Rennen der AK 50 der Herrn war unser Bernd mit von der Partie. Er erlebte mal wieder Skater, die nicht seinen Ansprüchen gerecht wurden und startete die ein oder andere verbale Nachschulung in Sachen Taktik. Dabei vergaß er aber nicht, auch seinerseits ins Ziel zu fahren und erreichte dieses in 3:00,31 Std. / Platz 16 in der M 50.
Und auch unser Karl-Heinz wollte den Wettkampf von Prezelle in seine außerordentliche Wettkampfbilanz einreihen und erreichte etwas erschöpft mit lockere Achse oder Schiene, dies muss die Ursachenforschung erst noch ergeben, das Ziel in einer Alleinfahrt in 3:38,43 Std. 

k-I.Laufenberg-Mueller.JPGJa, und einen, den hatten wir dann doch noch auf dem Treppchen. Unser Michael Reusch ließ es sich nicht nehmen, das Rennen auf der Marathondistanz in 1:23 Std. als Sieger der AK 40 zu beenden. Hinterher meinte er allerdings, dass er nicht ganz an seine Reserven gehen musste und sehr souverän geskatet sei. Na, das lässt ja für die Zukunft hoffen.

Einen Herzlichen Glückwunsch zu dieser guten Leistung

Nach der Siegerehrung am Zielort in Prezelle ging es dann nach dem Duschen im Hotel zur Nachmittagsanimation über. Hier standen Eisessen und der Besuch eines Spaßbades auf dem Programm.
Am Abend dann der gemütliche und bewegende Abschluss unserer Teamfahrt am Hotel.
Jens hatte groß aufgefahren und bot neben Gerstenkaltschalen auch Fleisch- und Salatspeisen für die hungrigen Teammitglieder an.

Es wurde ausgiebig über das Rennen und die weiteren Termine sowie Privates geklönt.
Richard hatte schnell Kontakt zu einer „Dame“ geknüpft und wollte die Hündin gar nicht mehr von seiner Seite lassen oder war es so, dass die „Dame“ nicht mehr von seiner Seite wich?
Im Rahmen der Dopingvorschriften wurde sich auch am gemeinsamen Tisch mit etwas Rauchwerk eingedeckt.
So lies jeder seine Seele baumeln wie er meinte.

k-M.Reusch.JPGPünktlich um 24 Uhr dann das lautstarke Geburtstagsständchen vom gesamten Team plus Ellen und Sandra an unseren Jens zu seinem 40 Geburtstag. Anbei ein kleines Präsent das unseren Jens mit dem Sieger des WIC 2007, M. Presti zusammenführen wird. Da kann der Jens dann mal zeigen, was ein richtiger Nähmaschinenschritt ist. Und von „Ohymanns“ hat der Italiener sicher auch noch nichts gehört. Jens war sichtlich gerührt von unserer spontanen Idee dieses Workshops. Im Namen des gesamten Teams wünsche ich dem Jens nochmals ein gesundes und erfolgreiches neues Lebensjahr als nun „echter“ AK 40-ziger und das eine oder andere gute Ergebnis in der laufenden Saison 2008.

Am frühen Montagmorgen ging es dann für einige nicht näher benannte Teammitglieder ins Bett. Bevor es für die ersten um 05:30 Uhr schon wieder hieß: Auf in die Heimat.

Der harmonische Ablauf des Jahresausfluges mit vielen netten Gesprächen und Lachen verlangt auch im kommenden Jahr nach einer Wiederholung und................................

so ganz ist St. Gallen immer noch nicht aus den Köpfen, für dieses Jahr................