X-Race in Berlin

X-Race Berlin 2011: Bild von skate-tv.deX-Race Berlin 2011: Bild von skate-tv.deAm 21. August 2011 gingen 5 Kölner Roll-Möpse bei der Halbmarathon-Challenge am Fuße der Siegessäule in Berlin an den Start. Bei der größten reinen Inlineskate-Veranstaltung in Deutschland haben sowohl die Frauen als auch die Männer die volle Aufmerksamkeit der Zuschauer, denn es gibt separate Rennen. So gingen zunächst die Damen auf den 4,2 km langen Rundkurs. Im Speedblock startete Claudia Maria Henneken. Auf dem zuschauerfreundlichen, technisch jedoch nicht besonders fordernden Rundkurs, kämpften schließlich noch 21 Damen auf der langen Zielgeraden um Sieg und Platzierungen. Claudia Maria zog den Sprint für ihre Teamkollegin an und finishte auf Platz 11. Aus dem Fitnessblock ging Barbara Scholz ins Rennen. Nach nur einer Runde und einem üblen Sturz direkt vor ihr brach sie das Rennen geschockt ab.

Bei den Männern gingen Jens Kaiser, Udo Morka und Erik Sünder im Fitnessblock an den Start. Jens Kaiser konnte das Rennen in der Spitzengruppe aktiv mitgestalten. Im Schlusssprint zeigte er seine Stärke, musste sich jedoch knapp der deutlich jüngeren Konkurrenz mit dem tollen zweiten Platz in der Fitnesswertung geschlagen geben. Udo Morka erreichte als 119. der Gesamtwertung nach 44:11 min das Ziel. Erik Sünder bestritt das erste längere Rennen nach seiner Knieoperation und erreichte nach 45 min das Ziel. Durch die Hitze weich gewordene Bitumenfugen machten einigen Sportlern zu schaffen und sorgten für Stürze. So machten auch Erik und Udo Kontakt mit dem Asphalt. Sie konnten das Rennen jedoch ohne größere Blessuren beenden.

Inzwischen ergänzte Jens Kaiser den X-Race-Bericht von Claudia Maria Henneken mit seinen Erfahrungen aus dem Rennen der männlichen Fitness-Klasse:

Vorweg - das Rennen um die Berliner "Goldelse" , offiziell X-Race genannt, war ein "Gänsehautrennen".
Bedingt durch den schnellen und flachen Kurs war die Spitzengruppe im Gegensatz zu den GIC Rennen in Frankfurt und Koblenz bis zum Schluß sehr groß. Ich schätze, es waren ca. 40 bis 50 Skater, die in die letzte Runde fuhren. Diese Situation stellte sich für mich zum ersten Mal. Wie also jetzt taktisch fahren, um möglichst weit vorne zu landen?
Eingangs der letzten Runde hielt ich mich bereits im Windschatten an ca. Position 20 auf, den Blick immer seitlich vorbei nach vorne gerichtet um zu schauen, ob ganz vorne noch Ausreißversuche gestartet wurden. Dies war aber nicht der Fall. Alle spekulierten wohl auf einen Massensprint. Taktisch bedeutete dies: Nur nicht zu früh ganz vorne im Wind fahren, sonst fehlen die Körner für den Schlusssprint.
Die Spitzengruppe fuhr immer in zwei bis drei Zügen parallel. Also aufpassen, dass man den richtigen Zug erwischt. Dann ging es in die letzte Kurve. Ich lag sehr günstig auf Position 7 und konnte gut reagieren. Da die Zielgerade sehr lang war, wollte ich ebenfalls so lange wie möglich warten. 500m vor dem Ziel zogen zwei Skater dann den Zielsprint an. Ich klemmte mich direkt dahinter und ging deren Tempo mit. So schoben wir uns an den anderen 6 Skatern vorbei. Ich lag somit bereits an Position 3. Ca. 200m vor dem Ziel konnte ich dann rechts ausscheren und an den zwei Vorderen vorbeisprinten. Auf der linken Seite tat dies ebenfalls ein Skater. So sprintete ich als 43-jähriger mit einem 16-jährigen um den Sieg. Es war super knapp. Nach anfänglichem Ärger über nun bereits zum dritten Mal in Folge Platz 2 in der GIC Fitnesswertung überwog aber die Freude über das tolle Rennen, und das "Gänsehautfeeling" beim Zielsprint des X-Race.

Die Ergebnisse:

Speed Frauen

  1. Claudia Maria Henneken, 38:22 min

Fitness Frauen

Barbara Scholz

Fitness Männer

  1. Jens Kaiser, 38:09 min
  2. Udo Morka, 44:11 min
    Erik Sünder, ca. 45 min